Installation eines Wera-PC´s



1. Sichern der Daten (bei Updaten/Upgraden oder Neuinstallation eines bestehenden Systems)

2. SuSE-Installation

2.1 Voraussetzungen für die Installation

2.1.1 Installation direkt von CD/DVD

2.1.2 Installation per Netzwerk (NFS)

2.2 Einstellungen für die Installation (Lizenz, Land und Sprache, Zeit, Windowmanager)

2.3 Partitionierung festlegen

2.4 Auswahl zusätzlicher benötigter Software

2.5 Kopieren der Daten von CD

2.6 Netzwerkeinrichtung (IP-Adressen-Vergabe etc.)

2.7 Benutzerkonten einrichten

2.8 Entpacken der von WERA benötigten Archive

3. Einspielen der gepackten WERA-Ordner bzw. der Sicherungen im Falle eines Upgrades s. 1

4. Dienste

4.1 Apache2-Webserver

4.2 NFS

4.3 FTP

4.4 SSH

4.5 Firewall

4.6 Erstellen von Log-Dateien

5. Filesystem

5.1 Mounten der Datenplatten via NFS

5.2 Anschluss von externen Firewire-Platten

6. Einrichten des WERA-Desktops zum Steuern von WERA

7. GPS-Mouse zur Ortsbestimmung und Zeitabgleich

8. Intel-Compiler-Installation (d.h. Fortran- und C-Compiler)

9. Druckereinrichtung

10. Diverse Einstellungen der Arbeitsumgebung





1. Sichern der Daten (notwendig bei Updaten/Upgraden oder Neuinstallation eines bestehenden Systems)

Zur Sicherung benötigter System-, Benutzer- und der WERA-Dateien müssen folgende Verzeichnisse in tar-Archive geschrieben, d.h. kopiert werden:

Exemplarisch lautet der Befehl zum Archivieren eines Ordners mithilfe einer Kommandozeile:

tar -cvf etc_ifmpc205.tar /etc

Dies erfordert root-Rechte. Dieser Befehl ist, angepasst an den jeweiligen Ordner, für alle obigen Ordner durchzuführen.



Anschliessend sollte man z.B. durch

mkdir /root/Sicherung

auf einem „Auslagerungsrechner“ einen Sicherungsordner anlegen, in den mithilfe von

scp Archivname.tar wera@rechnername.ifm.zmaw.de:/root/Sicherung

alle drei Archive kopiert werden.



Optional lässt sich auch die Sicherung einer gesamten Festplatte mithilfe von Firewire- oder Wechselplatten durchführen:

cp -avd / /Ort_des_gemounteten_Ziellaufwerks

kopiert die gesamte Festplatte auf das Ziellaufwerk. Die Option -d sorgt dafür, dass symbolischen Links beim Kopieren nicht gefolgt wird.

Zum Betrieb einer Firewire-Festplatte müssen die Module ieee1394 und ohci1394 per modprobe geladen werden bzw. sein, um sie mounten zu können.



2. SuSE-Installation

2.1 Voraussetzungen für die Installation

2.1.1 Installation mit CD/DVD-Laufwerk

    Soll die Installation mithilfe einer DVD bzw. CD durchgeführt werden, die sich im Laufwerk des zu installierenden Rechners befindet, muss im BIOS unter „Boot Options“ die Bootreihenfolge so anpasst werden, dass das DVD- bzw. CD-Laufwerk vor der Festplatte steht.

    2.1.2 Installation über Netzwerkverzeichnis

    Verfügt der PC nicht über ein DVD-Laufwerk, so kann der Datenträger auch in das Laufwerk eines anderen Rechners eingelegt und über NFS verfügbar gemacht werden. Dazu müssen auf dem Rechner mit dem Installationsmedium Änderungen in der /etc/exports vorgenommen, d.h. folgende Zeile ans Ende eingefügt werden (wenn nicht schon eine andere Zeile dem Zugriff auf das CD-DVD-Laufwerk „zustimmt“:

        /cdrom *.ifm.zmaw.de(ro,async,insecure,all_squash,anonuid=1001,anongid=100)

Das obige /cdrom ist ein Link auf den Mountpoint des Devices, d.h. je nachdem ob es sich um einen Brenner oder cd-rom-Laufwerk handelt: /media/cdrecorder oder /media/cdrom. Die beiden letzteren Mountpoints können jeweils auch anstelle von /cdrom in der /etc/exports stehen.

Um den Rechner per NFS auf das Netzwerklaufwerk zugreifen lassen zu können, ist die Erstellung einer Boot-CD oder -Diskette erforderlich, um dem Installationsprogramm mitteilen zu können, wo es die benötigte Quelle findet. Dafür müssen die IP-Adressen von beiden Rechnern bekannt sein. Der Rechner mit dem DVD-Laufwerk wird in der Installation als NFS-Server bezeichnet. Erfolgt die Netzwerkinstallation im privaten Netz und nicht über das Internet ist die genaue Angabe des Gateway an dieser Stelle noch nicht wichtig.



2.2 Einstellungen für die Installation

Nach Auffinden der Installationsquelle beginnt die eigentliche Installation:





2.3 Partitionierung festlegen

Die Partitionierung ist besonders wichtig und der Partitionierungsvorschlag sollte genauestens überprüft und ggf. bearbeitet werden, um die richtige Festplatte zu verwenden und nicht versehentlich z.B. ein Laufwerk mit ungesicherten Daten zu löschen. Die Bezeichnung /dev/hda1 deutet beispielsweise auf die erste Partition der Festplatte am Primary Master Bus hin. Ausserdem ist die Grössenaufteilung wichtig, d.h. ausreichend Platz für swap und / reservieren! Swap sollte mehr als einen GB groß sein. Nimmt man Änderungen daran vor, bedeutet dies eine Formatierung des Laufwerks und den Verlust aller Daten darauf. Daher ist ggf. ein grosses Augenmerk auf eine Datensicherung zu legen.

Eine mögliche Konstellation wäre /dev/hda1 für swap und /dev/hda2 formatiert mit reiserfs für den Mountpoint / .



2.4 Auswahl zusätzlicher benötigter Software

Zur Steuerung und Konfiguration von WERA sollten folgende Pakete zusätzlich installiert werden:



2.5 Kopieren der Daten von CD

Nach Auswahl der Pakete muss als Bootloader „Grub“ ausgewählt und der Flashplayer-Lizenz zugestimmt werden. Anschliessend beginnt das Kopieren der Daten und nach einiger Zeit kann der Rechner neugestartet werden. Bei der dann folgenden Hardware-Erkennung können die Punkte ISDN, Modems und DSL übersprungen werden, da der Netzzugang über einen Gateway im Netzwerk stattfindet und sich der Rechner nicht eigenständig ins Netz einwählen muss.



2.6 Netzwerkeinrichtung (IP-Adressen-Vergabe etc.)

An der Rückseite des Rechners sind die Netzwerkkarten, die mit WERA verbunden sind, gekennzeichnet mit W... Diese entsprechende Karte muss mit der IP-Adresse (192.168.0.xxx) des privaten Netzes versehen werden, die andere erhält eine öffentliche (132.172.191.xxx). Je nachdem, welchen Client man installiert, wäre es aus Gründen der Übersichtlichkeit ratsam, dieselbe Zahl xxx für beide zu benutzen.

Als weitere Parameter muss folgendes eingetragen werden:

Desweiteren wird die IP-Weiterleitung (Forwarding) deaktiviert.

Zuguterletzt erfolgt ein Test der Internetverbindung und bei Erfolg startet das YOU (Yast-Online-Update), mit dem Programme aktualisiert und Sicherheitspatches installiert werden können.



2.7 Benutzerkonten anlegen

Nach einem weiteren Neustart wird man aufgefordert, Benutzerkonten anzulegen. Die Konten „schlick“ und „wera“ werden hinzugefügt und damit im Unterordner /home die gleichnamigen Home-Verzeichnisse /home/schlick und /home/wera erstellt. Letzteres beinhaltet später alle benötigten Konfigurationsdateien und Daten zum Betrieb und zur Konfiguration von WERA.



2.8 Entpacken der von WERA benötigten Archive

Die für das WERA benötigten Dateien und Ordner werden im Falle einer Neuinstallation mithilfe von tar-Archiven in den Ordner /home/wera entpackt.

Anleitung siehe https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Linux_Unpack.shtml.







3. Im Falle eines Upgrades kann man sich im Anschluss an die Installation die im Punkt 1. ausgelagerten Dateien wieder auf den Rechner ziehen.

Bei den Ordner /root und /etc war das Sichern eine reine Vorsichtsmaßnahme, damit bei missglückter Installation wichtige (teils manuell angepasste) Systemdateien (z.B. Konfiguration für NFS usw.) nicht verloren gehen.

Was den Ordner /home betrifft, enthält dieser Unterordner der einzelnen Benutzer mit benutzerspezifischen Einstellungen für die genutzten Anwendungen, z.B. .kde etc. Um eine komplette Neukonfiguration für jeden einzelnen Benutzer zu vermeiden, werden nun nacheinander

Obige Schritte haben zum Ziel,





  1. Dienste

    Viele Anleitungen zur Linux-Konfiguration des WERA finden sich unter: https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Communication_Docs.shtml.

    Die folgenden Punkte enthalten ggf. Ergänzungen bzw. Erläuterungen zu den Anleitungen.

    4.1 Apache2-Webserver

    Diverse Konfigurationsdateien müssen für den Betrieb mit WERA editiert werden. Eine Anleitung dazu liefert:

    https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/WeraDesk_Apache2.shtml

    4.2 NFS

    Unter https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Linux_NFS.shtml befindet sich eine Beschreibung, welche Verzeichnisse in der /etc/exports für den Austausch im Netzwerk freigegeben werden sollen. Ausserdem müssen Einstellungen mit Yast unter System, Editor für /etc/sysconfig-Dateien vorgenommen werden und Mount-Befehle für die Datenplatten werden genannt.

    In Yast findet man unter dem Punkt Netzwerkdienst „NFS-Server“. Dieser Dienst muss gestartet werden und darf in jedem Fall für das Netzwerkdevice mit der privaten IP-Adresse freigegeben werden. Im Bedarfsfall kan man dies auch für die offene Adresse tun.



    4.3 FTP

    https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Linux_FTP.shtml





    4.4 SSH

    https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/SSH_Keys.shtml



    4.5 Firewall

    Die obigen Erläuterungen unter 4.1-4.4 beinhalten Anleitungen zur Konfigurationen der jeweiligen Dienste. Unter dem Punkt Firewall soll nun erklärt werden, wie diese Dienste von „außen“ erreichbar gemacht werden sollen. Z.B. kann ssh durchaus so konfiguriert sein, dass es funktioniert, ist jedoch der jeweilige Port in der Firewall geschlossen, so ist ein Zugriff per ssh auf den Rechner nicht möglich.

Unter SuSE kann man sich die für den Zugriff erlaubten Dienste im Überblick unter „Sicherheit und Benutzer“, „Firewall“ ansehen. Zunächst sieht man dort im Unterpunkt „Start“ Optionen, ob die Firewall manuell oder beim Systemstart gestartet werden soll, wobei Letzteres natürlich sowohl kofortabler als auch sicherer ist. Im Bedarfsfall kann die Firewall z.B. zu Testzwecken auch gestoppt werden. Nach „Weiter“ kommt die erwähnte Übersicht der Firewall-Einstellungen zu den Themen:

Unter „Start“ befinden sich auf der linken Seite weitere Punkte, die jedoch bis auf „Schnittstellen“ und „Erlaubte Dienste“ unbeachtet bleiben können.

Schnittstellen“ übernimmt die Zuordnung der Netzwerkkarten. So können den einzelnen Karten mit ihren jeweiligen Hardware-Adressen Zonen wie Entmilitarisierte, Interne, Externe oder Keine Zone zugewiesen werden. Unter „Erlaubte Dienste“ erfolgt die Vergabe der Zugriffsrechte für die Dienste von außen aus den jeweiligen Zonen. Standardmäßig werden alle Zugriffe aus der internen Zone zugelassen, dies kann jedoch auch geändert werden. Die portweise Erlaubnis wird in den jeweiligen Zonen unter „Erweitert“ eingestellt.





4.6 Erstellen von Log-Dateien

https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Linux_Logs.shtml



5. Filesystem

    5.1 Mounten der Datenplatten via NFS

    siehe 4.2 NFS: https://ifmaxp1.ifm.zmaw.de/weradocs/Linux_NFS.shtml

    Die Datenplatten in dem Linux-PC werden laut /etc/fstab wiefolgt gemountet (Achtung: Die Bezeichung der Devices /dev/hdxx kann variieren):

/dev/hde1 on /data1 type xfs (rw,noexec,nosuid,nodev,logbufs=8,logbsize=32768)

/dev/hdg1 on /data2 type xfs (rw,noexec,nosuid,nodev,logbufs=8,logbsize=32768)



5.2. Anschluss von externen Firewire-Platten

Sollen Daten auf externe Laufwerke geschrieben werden, so erfolgt dies mithilfe von Firewire-Festplatten. Firewire statt USB deshalb, weil USB weniger Datendurchsatz hat und den Prozessor mehr belastet als Firewire.

Nebenbei: Es muss natürlich sichergestellt sein, dass der PC überhaupt über den nötigen Anschluss verfügt, ggf. muss also eine PCI-Karte nachträglich eingebaut werden.

Folgende Module sind zum Betrieb von Firewire-Festplatten notwendig:

Eine Liste der bereits geladenen Module wird nach „lsmod“ angezeigt, mit „modprobe Modulname“ wird ein Modul nachgeladen.

Firewire-Geräte werden als SCSI erkannt und erhalten demzufolge Device-Bezeichnungen wie /dev/sda1 oder /dev/sdb2 etc. Die jeweiligen Mountpoints, an denen die Platten eingehängt werden, müssen mit „mkdir /home/wera/firewire“ und „...firewire1“ und „... firewire2“ erstellt werden. Der Dateisystemtyp auf den Platten ist reiserfs. Sie erscheinen wiefolgt in der /etc/fstab:





6. Einrichten des WERA-Desktops zum Steuern von WERA





7. Einrichtung der GPS-Mouse

    Sowohl zur Ortsbestimmung als auch zum Zeitabgleich wird eine GPS-Mouse verwendet. Hierzu müssen folgende beiden Zeilen untereinander in der Datei /etc/ntp.conf unter dem Punkt „Miscellaneous stuff“ stehen:





8. Intel-Compiler-Installation

    Die gepackten und tar-archivierten Intel-Compiler müssen mit scp geholt und nach /opt/intel entpackt werden. Für den systemweiten Aufruf müssen die Umgebungsvariablen angepasst werden:

    In der Datei /etc/bash.bashrc.local müssen die beiden folgenden Dreizeiler am Ende eingefügt werden:

    # set environment variables for intel fortran compiler

    # --------------------------------------------------------

    test -s /opt/intel/fc/9.0/bin/ifortvars.bsh && . /opt/intel/fc/9.0/bin/ifortvars.bsh



# set environment variables for intel cc/c++ compiler

# --------------------------------------------------------

test -s /opt/intel/cc/9.0/bin/iccvars.bsh && . /opt/intel/cc/9.0/bin/iccvars.bsh



test -s testet jeweils auf Vorhandensein der folgenden Datei.

Sowohl in /opt/intel/fc/9.0/bin/ifortvars.bsh als auch in /opt/intel/cc/9.0/bin/iccvars.bsh sollte aus formellen Gründen /bin/bash in /bin/sh umbenannt werden.



9. Druckereinrichtung

Die Drucker werden unter Yast, Hardware, Drucker eingerichtet. Man klickt auf Hinzufügen, (dann, im Falle eines zweiten oder weiterer Drucker: „Do you want to configure new queue? mit „No“ beantworten), wählt den Druckertypen (hier: „Direkt auf Netzwerkdrucker“) und anschliessend „Direktes Drucken über TCP-Port“ aus. Die Angaben für die einzelnen Drucker lauten im Detail:





10. Diverse Einstellungen der Arbeitsumgebung (KDE)

    10.1. Arbeitsflächenumschalter

      Da die Fenster zur Konfiguration, Ansicht